Nach 100 km Fahrt mit Transit und Passat kamen wir gegen 11.00 Uhr an der Altmühl an. Raus mit dem Gepäck aus den Autos und die Schlauchboote aufgepumpt - - - geschafft. Jetzt nur noch alles verstauen und dann geht's los.
Die Ersten waren gleich einige Flußschleifen voraus - wir sollten aber zusammenbleiben - und so hatten die Letzten viel zu rudern um aufzuholen (Und sie warteten doch !). Am ersten Wehr wurden die Boote aus dem Wasser gezogen und erst einmal das Mittagessen, Brote, Wurst, Käse und Gurke, verzehrt. Nachdem die Boote unterhalb des Wehrs wieder zu Wasser gelassen worden waren, schwommen wir weiter flußabwärts, mal rudernd, meistens treibend.
Viel zu früh am Abend erreichten wir Solnhofen. Genauere Erkundigungen beim Platzwart ergaben, daß der nächste kostenlose Zeltplatz erst bei Wasserzell wäre, und so entschlossen wir uns diese Nacht hier zu bleiben. Er folgte eine Erkundung des Platzes und der Umkleidekabinen und dann, wie könnte es anders sein, eine Wasserschlacht. Zum Abendessen gab's Schokopudding und Nudelsuppe. Den Rest des Abends verbrachten wir mit Einkaufen im Edeka, Fahrradzeitung lesen Spaziergängen (zum Steinbruch und ins "Dorf") usw..
Der nächste Tag sah uns nach dem Frühstück mit frischen Brötchen wieder auf dem Wasser, denn heute wollten wir etwa 20 km fahren und wir schafften es !
Endlich kamen einige Staustufen mit Bootsrutsche, die man runterfahren konnte. Bei der ersten machten wir gleich Mittagsrast. Die einen kochten Gemüseeintopf und die anderen dösten in der Sonne oder fuhren Dutzende von Malen die Bootsrutsche hinunter. Nach ausgiebiger Pause ruderten wir weiter dem Ziel entgegen. Bei Dollnstein überraschten uns Toschi und Micha mit Eis und langsam ging's weiter abwärts, an einem BdP-Lager vorbei eine Bootsrutsche hinunter, eine umtragen und an vielen Dörfern vorbei. Durch das viele Treibenlassen erreichten wir Wasserzell erst später am Abend. Nach der weiteren Planung joggte Micha los um ein Auto zu holen und wir anderen machten uns ans Abendessen und bauten eine Kohte und ein Biwak auf.
Sonntag. Heute sollte es nur noch durch Eichstätt gehen. Beim Milch holen gab es ein Problem: Verschüttung, zum Frühstück: Müsli. Spät trennten wir uns von Wasserzell. Das Wetter war so schön und die Sonne brannte herunter, jede Anstrengung war zu groß ==> treiben lassen. Kurz vor dem letzten Wehr verschwand Lulls Brille nach einer Bootsumsteigeaktion von Andreas F. unwiederfindlich in den Fluten der Altmühl. Mitten in Eichstätt wurde am späten Nachmittag zu letzten Mal auf dieser Fahrt angelegt und die Boote ans Ufer gezogen und zum Trocknen ausgebreitet. Während Micha und Toschi die Autos holten mühten wir uns ab mit den Kartoffelpuffern, immer wieder gab es was zu essen. Als alle satt waren und das Gepäck in den Autos verstaut, folgte auch schon der letzte Akt: Die Heimfahrt.
Gegen 20.00 erreichten wir Uttenreuth, froh und glücklich.