Unsere Jurte am Gemeindefest

Am Samstag, dem 30. Juni 1990, haben wir uns um 15.00 Uhr am Esperhaus getroffen. Vom Pfarrer hatten wir die Erlaubnis unsere Jurte auf einem kleinen Stückchen Wiese neben dem Esperhaus aufzubauen.
Als erstes holten wir Stangen und machten uns ans Werk. Die Stangen mußten zusammengebunden und die Planen geknüpft werden. Endlich, nach fast drei Stunden, war die Jurte fertig. Nach einer Pause ging es dann weiter mit dem Einrichten der Schlafplätze. Wir unterhielten uns noch längere Zeit und Micha las eine Geschichte vor.

Gegen Mitternacht erwachten wir durch lauten Donnerschlag und kurz darauf setzte ein starker Regen ein, der bis zum Morgen dauerte. Bis auf einige kleinere Sturzbäche am Rande war das Zelt fast dicht. Nur einige Schlafsäcke, die gerade darunter lagen, wurden etwas naß.
Als Pfadfinder muß man sich ja an einiges gewöhnen.
Am Sonntag standen wir dann sehr früh um 7.30 Uhr auf und machten uns ans Frühstück. Als nächstes stand der Gottesdienst auf dem Plan, der das Thema "Unter dem Schirm" behandelte. Ursprünglich war er ja im Freien geplant, aber wegen des noch nassen Grases fand er in der Kirche statt.
Nach dem Gottesdienst vervollständigten wir noch die Einrichtung der Jurte, die wir vorher begonnen hatten. Die ganze Jurte wurde mit Teppichen ausgelegt und eine Feuerstelle angelegt. Dem Eingang gegenüber fanden der Samowar und das Teegeschirr seinen Platz.
Jetzt konnten die Gäste kommen - und sie kamen.
Es gab für jeden Tee, wer wollte konnte sich informieren und sich ein T-Shirt mit der Matthäuskirche bedrucken oder mit dem Marder, unserem Gruppentier.
Zwischendurch schauten wir uns dann gemeinsam das Viertelfinalspiel in der WM Deutschland gegen Tschechoslowakei an, in dem Deutschland 1:0 gewonnen hat, und stärkten uns mit Pizza. Es war ein gelungenes Fest und froh, aber müde gingen wir nach dem Abbau um 20:00 Uhr nach Hause.


Weiter zur 71. Gruppenstunde